Was hat das zu tun mit dem Leben in meinem Dorf, Viertel, Land?
Globales Lernen wird stets eines der Themen der kommenden Monate sein – zwei große Worte, die versuchen Verbindungen zwischen weltumspannenden Zusammenhängen und dem eigenen Leben herzustellen.
Globales Lernen – zwei große Worte, die auf Möglichkeiten hinweisen und werben wollen, sich aktiv für eine gerechtere Welt einzusetzen, gemeinsam und gemeinsame Wege zu finden, um unsere Welt lebenswert zu erhalten.
Globales Lernen – zwei große Worte, die versuchen, vom Kategoriendenken einer Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten Welt wegzukommen und im Blick auf den ganzen Erdplaneten zu denken und zu handeln.
Globales Lernen – zwei große Worte, die die Fragen nach Verwirklichung von Menschenrechten, nach globaler Gerechtigkeit, nach den Bedingungen für eine friedlichere Welt, nach dem Sorgetragen für Schöpfung und planetare Grenzen, nicht in die Schubladen legen.
Globales Lernen – zwei große Worte, die beinhalten, dass allzu oft Sichtweisen kolonisierter Völker verschwiegen werden und bis heute Stimmen und Perspektiven aus dem Globalen Süden eher am Rande vorkommen.
Globales Lernen – weiß darum, dass wir in einer global vernetzten Welt leben, in einer Zeit mit raschen Veränderungen und dicht aufeinanderfolgenden Krisen und Konflikten.
Globales Lernen – will einen Beitrag leisten und informieren, sich als Teil einer größeren, über die Grenzen des eigenen Staates hinausreichenden, Gesellschaft wahrzunehmen und individuelle und kollektive Verantwortlichkeiten zu entdecken.
Globales Lernen – will Freude und neugierig machen am Reichtum von Weisheit und Wissen.
… dass dafür die zu beschreibenden Seiten zu wenige sind, das Thema zu groß und ambitioniert, das Vorhaben zu komplex und unumarmbar … weiß ich. Meine motivierende Haltung ist die des Poeten Thiago de Mello: „Es ist dunkel, aber ich singe, denn der Morgen wird kommen. Komm mit mir, mein Freund, und sieh wie sich die Farbe der Welt verändert. Es lohnt sich, nicht zu schlafen und zu warten bis sich die Farbe der Welt verändert.“ In den kommenden Beiträgen sollen immer wieder (auch) kleine Brötchen gebacken werden. Die Hoffnung auf eine wünschenswerte und anders mögliche Zukunft bleibt. Aufzugeben ist keine Option.
Pirmin Spiegel
13. Februar 2026


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