Unser Why: WARUM DAS GANZE?

Die Frage der Kirchenentwicklung gewinnt im Bistum Speyer seit mehreren Jahren an Bedeutung: Als Kirche im Bistum Speyer wollen wir wieder mit Menschen in Kontakt kommen, zu denen wir den Kontakt verloren haben oder die wir noch nie erreicht haben. Unser Ziel ist es, ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie ihre eigene Spiritualität entdecken und ihren Glauben auf vielfältige Weise leben können. Wir wollen in Gott und der Welt gründen und Segensorte gestalten.
Das Bistum Speyer begleitet aktiv die gesellschaftlichen, sozialen und kirchlichen Veränderungen.
Verschiedene Initiativen und Entwicklungsschritte tragen kontinuierlich zur Dynamik dieses Prozesses bei: von den Veränderungen durch Gemeindepastoral 2015 und den Erfahrungen der Kundschafterreisen bis hin zu den aktuellen Ergebnissen des Visions- und Strategieprozesses „Segensorte“.
Unser Ziel ist es, als Kirche Gottes in dieser Zeit zu sein, Gemeinschaft zu fördern und als lebendige Glaubensgemeinschaft zu wachsen. Deshalb fördern wir innovative und transformative Prozesse in allen Bereichen der Diözese: Schulungen, Projektunterstützung und die Gründung neuer Gemeinden sind unsere Mittel zur Förderung von Innovation und Wandel. So gestalten wir Segensorte.
In der Vision der Diözese Speyer für die zukünftige Gestalt der Kirche in Pfalz und Saar-Pfalz wird unsere Mission klar beschrieben: Weil uns Gottes Menschenfreundlichkeit berührt und bewegt, wollen wir Segensorte gestalten. In Gottes Segen liegen sowohl Zuspruch als auch Auftrag für uns. Deshalb orientieren wir uns an den Bedürfnissen der Menschen und verfolgen eine missional-sozialraumorientierte Herangehensweise.
Für unser Handeln haben wir aus der Vision strategische Ziele abgeleitet, die sich auf folgende Bereiche beziehen:
- Verkündung des Evangeliums
- Weiterentwicklung von Pastoral und Seelsorge
- Engagement in der Gesellschaft
- Schutz der Schöpfung
- Ökumenische Zusammenarbeit
- Förderung der Teilhabe aller Getauften
- Prävention von Machtmissbrauch
- Transparente Kommunikation
Diese Ziele leiten uns in unserem Bestreben, eine lebendige und zukunftsorientierte Kirche zu gestalten.
Unser Ziel, am Reich Gottes mitzuwirken, basiert immer auf unserer Mission. Innovation und Veränderung ergeben sich daraus und müssen daher immer im jeweiligen Kontext verstanden werden: Das Neue oder die Veränderung stehen in einer Beziehung zum jeweiligen Umfeld und sehen deshalb immer anders aus.

Unser How: WIE WIR VERÄNDERUNG GESTALTEN

Neues entsteht sowohl in bestehenden, als auch in neuen Formen von Kirche immer aus einer missionarischen Dynamik, die sich an einer gemeinsamen Vision orientiert und Segensorte schaffen will.
Dein Ort am Mehr: Lass uns Segensorte gestalten.
Projekte und Maßnahmen
Das Bistum fördert Projekte und Initiativen in allen Bereichen kirchlichen Handelns; sowohl in etablierten als auch neuen Strukturen. So soll Bestehendes neu gedacht, in einem neuen Kontext verortet oder mit anderem kombiniert und vernetzt werden. Besondere Bedeutung kommt den Initiativen zu, die in spezifischer Weise die pastoralen Herausforderungen vor Ort erkennen und damit umgehen.
Personalgemeinden
Wir schaffen Rahmenbedingungen, die die Gründung neuer Gemeindeformen fördern und begleiten. So können über den territorialen Zugang (Pfarrei, Gemeinde) hinaus noch weitere Zugänge zur Kirche eröffnet werden. (GP 2015)
Unser WAS: Förderung und Begleitung

Unterstützung und Begleitung für deine Pionier-Idee: Freiwillig Engagierte und Mitarbeiter:innen des Bistums Speyer sind herzlich eingeladen, Innovations- und Transformationsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten zur Beteiligung und die Rahmenbedingungen.
Lerne unser Team kennen
Wir sind das Team der Stabsstelle Innovation und Transformation. Als Querschnittsteam arbeiten wir abteilungsübergreifend und verbinden Themen, Menschen und Prozesse – deshalb ist auch die Engagementförderung und Ehrenamtsentwicklung bei uns angesiedelt. Wir entwickeln Rahmen, Prozesse und Werkzeuge, damit im Bistum neue Formen kirchlicher Präsenz entstehen und wachsen können, und unterstützen Veränderung dort, wo sich Strukturen, Haltungen und Zusammenarbeit weiterentwickeln wollen.
Für die Pionier:innen sind wir Anlaufstelle und fachliche Begleitung: Wir unterstützen bei Konzeption und Profil, helfen beim Aufbau von Kooperationen, sichern Austausch und Vernetzung und sorgen dafür, dass Erfahrungen ausgewertet und für andere nutzbar werden – sowohl bei Pionier:innen vor Ort als auch bei bistumsweiten Pionierstellen.
Außerdem verantworten wir die passenden Förder- und Unterstützungswege, stärken Engagement und Ehrenamtsentwicklung und halten die organisatorischen Abläufe im Hintergrund zuverlässig zusammen.

Felix Goldinger,
Leiter der Stabsstelle Innovation und Transformation
Mich begeistert, wenn Kirche im Alltag von Menschen wächst. Ich möchte Gottes Bewegung zu den Menschen mitgehen und dabei helfen, Segensorte zu gestalten – besonders für die, die am Rand der Gesellschaft stehen und oft übersehen werden. Ich liebe Kaffee und Hefezopf, gute Filme und salziges Popcorn. ‘Church is built on Cake!’

Joachim Lauer
Referent der Stabsstelle Innovation und Transformation

Christopher Jakob
Referent für Engangementförderung und Ehrenamtsentwicklung
In meiner Arbeit geht es darum, Menschen in ihren Fähigkeiten zu stärken, Zusammenarbeit zu fördern und gute Rahmenbedingungen für Engagement zu schaffen. Menschen sollen Kirche als heilsamen (Segens-)Ort erleben, den sie durch ihr Wirken aktiv mitgestalten können.

Elke Frey
Sekretariat der Stabsstelle Innovation und Transformation
Pionier:innen vor Ort
Auf dieser Seite stellen wir auch die Pionier:innen vor, die im Bistum Speyer neue Segensorte entwickeln und erproben. Sie sind keine Mitarbeitenden der Stabsstelle „Innovation und Transformation“, sondern wirken mit einem eigenen Pionierauftrag in der Fläche. Fachlich sind sie an die Stabsstelle angebunden und werden von uns begleitet.

Claudia Fischer,
Pionierin für sozialraumorientierte Nachbarschaftsarbeit, Lachen-Speyerdorf
Mit dem Projekt „Alte Eisdiele“ in Lachen-Speyerdorf folge ich einer tiefen Sehnsucht: Kirche soll dort sein, wo das Leben pulsiert – mitten im Ort, mitten unter den Menschen. Ich glaube fest daran, dass Gottes Geist genau dort wirkt, wo Räume des Austausches und der Begegnung entstehen.
Die Alte Eisdiele ist für mich mehr als ein Ort – sie ist ein Zeichen dafür, wie Kirche heute neu Gestalt gewinnen kann: offen, nahbar und mitten im Alltag der Menschen. Diese Zuversicht trägt mich – und ich möchte sie gerne weitergeben.

Thomas Forthofer
Pionier für neue monastische Formen in der Saarpfalz
Monastisch heißt eigentlich mönchisch, klösterlich. Wenn es in meiner Pionierstelle um neue monastische Formen geht, so denke ich nicht an Mönche, sondern an ganz normale Menschen, wie du und ich, die sich von Christus ansprechen lassen, denen es ein Anliegen ist, sich für den Ort an dem sie leben und für die Welt allgemein einzusetzen. Ich stelle mir vor mich gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach Gott, nach sinnvollem Leben, nachdem was vor Ort gebraucht wird zu machen. Dies kann geschehen im Lesen und Meditieren der Heiligen Schrift im gemeinsamen Gebet, im miteinander Nachdenken und Handeln und auch im gemeinsamen Feiern. Was in diesem Sinn möglich ist, wird sich zeigen. Gerne komme ich mit euch darüber ins Gespräch.

Stephanie Gans
Pastoralpraktische Ausbilung Pionierstelle Kirche Kunterbunt PLUS
In mir ist die Sehnsucht nach einer Ausdrucksform von Kirche, die nicht mit Antworten beginnt, sondern mit dem Zuhören. Einer Kirche, die sich zu den Menschen setzt, ihr Leben teilt und gemeinsam entdeckt, wo Gott heute schon da ist. Kirche entfaltet sich für mich in Begegnungen, in denen Menschen einander zuhören, ihre Erfahrungen teilen und gemeinsam Wege finden, das Evangelium im Alltag zu entdecken. Mitten in Brüchen, Fragen und Hoffnungen zeigt sich Kirche als Raum, in dem Menschen einander berühren und wachsen können.

Ute Garth
Pionierin für sozialraumorientierte Büchereiarbeit, Bann
Wenn ich an unsere Bücherei in Bann denke, dann geht es dort nicht nur um Bücher und ein aktuelles Angebot zur Ausleihe, sondern um einen Ort der Begegnung und des Beziehungsgeschehens, an den Kinder und Erwachsene jeden Alters gerne kommen. An diesem Ort auf die Bedarfe der Menschen in unserem Dorf zu hören, Angebote zu entwickeln und für unsere Dorfgemeinschaft fruchtbar zu machen, ist Teil meiner Motivation und Berufung.

Sybille Meyer-Kuhn
Mobile Seniorenpastoral im ländlichen Raum/ Glan-Mobil, Glantal
Schon lange habe ich das Gefühl, dass viele Menschen eine Möglichkeit brauchen, ins Gespräch zu kommen – einen Raum, in dem ihnen zugehört wird und sie keine vorgefertigten Antworten erhalten.
Ich möchte für diese Menschen da sein, insbesondere für die ältere Generation. Gerade im ländlichen Raum gibt es oft nur wenige Gelegenheiten für Austausch und Begegnung.
Mein Anliegen ist es, sorgend und spirituell präsent zu sein: durch echtes Zuhören, Begleiten und Verbinden. Mobil und an wechselnden Orten – dort, wo Menschen Halt suchen und Kraft finden.

Stefanie Müller
Kirche Kunterbunt PLUS,
Maxdorf-Birkenheide
Glauben mit Familien kreativ entdecken
Mit „Kirche Kunterbunt Maxdorf +“ möchte ich als Familienmensch gemeinsam mit einem ökumenischen Team „Kirche vor Ort“ sein. Wir bauen eine bunte, inklusive und gleichberechtigte Initiative auf, in der Familien generationenübergreifend fröhlich miteinander feiern und kreativ und kunterbunt den Glauben entdecken können – wie bei der Villa Kunterbunt von Pippi Langstrumpf sind alle Kleinen und Großen herzlich willkommen und können ihren Platz finden.

Dagmar Pfeiffer
Pionier:innenstelle für ökologische Spiritualität und offene Begegnungsräume im Raum Kaiserslautern
Beziehungsräume öffnen und gestalten
Miteinander teilen, was uns leben lässt. Berührt und bestärkt werden von Quellen schöpferischer Liebe. Das ist die Spur, der ich mit dieser Pionierstelle folgen möchte.
Ich werde Neues erproben im Zusammenspiel von Natur und Stadt – zwei Resonanzräume, die sich gegenseitig ergänzen – die stille Kraft der Schöpfung und die lebendige Begegnung mitten im Alltag.
Daraus können neue Formen von spiritueller Verbundenheit und konkreter Gemeinschaft wachsen.

Egle Rudyte-Kimmle
Pionierin für trauma-sensible Seelsorge,
Pirmasens
Die Kirche ist für mich ein Ort, an dem alle Menschen, insbesondere in schwierigen Lebenslagen, einen sicheren Raum finden können. Ich bin überzeugt, dass die Seelsorge für Menschen, die unter traumatischen Erlebnissen leiden, einen wesentlichen Beitrag zur Nächstenliebe leisten soll, wie Jesus es uns vorgelebt hat. Deshalb möchte ich – mit Kartu – meine Fähigkeiten und mein Engagement einbringen, um den Betroffenen neue Hoffnung und inneren Frieden zu schenken.
Pionier:innen mit bistumsweitem Auftrag
Einige Pionier:innen sind mit einem bistumsweiten Auftrag unterwegs: Sie sind nicht an einen einzelnen Ort gebunden, sondern entwickeln und erproben Segensorte für das ganze Bistum Speyer. Neben den Pionier:innen vor Ort stellen wir auch diese Personen auf der Website vor.

Tanja Rieger
Referentin für den Grunddienst Katechese und Pionierstelle für digitale Glaubenskommunikation
Ich mag Glitzer, Gottmomente und Glücksgefühle. Analog und digital. Ich mag es bunt, im Tun, bei den Menschen und im digitalen Raum. Ich bin überzeugte Kirchen-Bewegerin.
Glaube bewegt Menschen – auf ganz unterschiedliche Weise. Darum ist Kirche auch im digitalen Raum gefragt: dort, wo Menschen scrollen, suchen, fragen und Gemeinschaft entdecken.

Pirmin Spiegel
Pionierstelle für globales lernen und Nachhaltigkeit
Globales Lernen und Nachhaltigkeit: zwei sehr große Themen.
Mit anderen und selbst Immer wieder einüben und lernen, über die Welt und den je eigenen Platz in ihr nachzudenken und Augen, Herzen und Geist für die Realität der Welt auf lokaler und globaler Ebene zu öffnen, heute und auf Zukunft hin. Dazu veröffentliche ich in meinem neuen Blog jeden Monat zwei Beiträge: einen zu Nachhaltigkeit und einen zu Globalem Lernen: lernort-welt.de





